Von außen gleich, innen völlig unterschiedlich: Spielautomaten

Ein Spielautomat sieht von außen im Grunde immer gleich aus. Doch weit gefehlt, denn es gibt verschiedenste Typen dieser Geräte. Nachfolgend ein Überblick über die in Österreich eingesetzten Automaten-Bautypen.

Der „echte“ Glücksspielautomat

Für den Spieler weder sicht- noch spürbar, läuft im Inneren der Geräte die Technik völlig unterschiedlich ab. Die einst stark verbreiteten, echten Glücksspielautomaten, sind selten geworden. Ein Glücksspielautomat hat im Grunde einen sogenannten RNG (Random Number Generator) im Innenleben verbaut. Dieser Generator liefert Zufallszahlen, die über Gewinn und Verlust entscheiden sollen. Auch die Entscheidung, ob der Automat beim nächsten Spiel einen Gewinn ausschütten darf, oder nicht, läuft bei diesen Geräte-Typen zu 100% im Innenleben des Gerätes.

Video-Lotterie-Terminals (VLT)

Völlig anders verhalten sich die Glücksspielgeräte, die als VLT-Automaten betrieben werden. Die Entscheidung über Gewinn oder Verlust wird nicht im Gerät selbst, sondern außerhalb des Gerätes getroffen. Der Betreiber winwin, ein Tochterunternehmen der Casinos Austria AG und Österreichischen Lotterien, betreibt in seinen Filialen ausschließlich VLT-Automaten. Jedes dieser Geräte erhält 10 Zufallszahlen pro Sekunde über eine Datenleitung übermittelt. Die 32-stellige Zahl wird an den Automaten gesendet. Für jede Zehntelsekunde liegt eine Zufallszahl im Automaten bereit.

Die Funktion also, dass ein Zufallsgenerator innerhalb des Automaten die Zufallszahlen ermittelt, wird von einem externen Server-System erledigt. Der Spieler bekommt davon nichts mit. Das Spiel findet nicht im Gerät selbst statt, sondern am Standort, von dem aus die Spielergebnisse übermittelt werden. Die Server standen früher in England, mittlerweile werden diese bei den Österreichischen Lotterien in der Zentrale am Rennweg in Wien betrieben.

Serverbasierende Glücksspielautomaten

Die mittlerweile sehr oft eingesetzte Form der Glücksspielgeräte sind die servierbasierenden Automaten. Hier sind die Geräte an eine technische Infrastruktur angebunden. Mittels Netzwerkkabel kommunizieren die Geräte mit einem externen Server, der dem Glücksspielgerät an dem der Spieler spielt, mitteilt ob beim nächsten Spiel Gewinn oder Verlust eintreten wird.

Dabei ist es unerheblich, ob der Server lokal in der Filiale/Spielbank betrieben wird, oder über Internetleitung verbunden ist und somit physisch an einem anderen Ort steht, als der Spielautomat selbst. Auch wenn der Server lokal in der Filiale steht, bedeutet dies nicht, dass der Server weiterführend nicht via Online-Verbindung mit einem weiteren Server, der extern steht, ebenso in Verbindung steht. Im Hintergrund wird auf diesen Servern eine sogenannte „Management Software“ eingesetzt, die zur Verwaltung aller angeschlossenen Automaten dient. Weshalb es diese Software benötigt?

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Dieser Beitrag ist Teil einer mehrteiligen Berichterstattung, die uns freundlicherweise von Spielerhilfe.at zur Verfügung gestellt wird.

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