2020 wird ein Jahr sein, das die gesamte Menschheit lange nicht vergessen wird. Im Bereich des Glücksspiels in Österreich, das in lokalen Spielbanken und Filialen der konzessionierten Anbieter stattfindet, handelt es sich ebenso um ein Jahr des Schreckens.

Erst Nichtraucherschutzgesetz, dann Covid-19

Erst Ende 2019 musste die Branche in Österreich mit Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes einen bitteren Schlag hinnehmen. Denn es ist längst bekannt, dass in anderen Ländern in der Casino-Industrie durch Inkrafttreten der Nichtraucher-Regelungen bis zu 40% Umsatzverluste sichtbar wurden. Hierzulande ist man noch etwas optimistischer. Die Casinos Austria-Konzernchefin Bettina Glatz-Kremsner rechnete bei einem Interview gegenüber „Die Presse“ im November 2019, dass mit Einschnitten von bis zu 30% zu rechnen sei.

Womit vor wenigen Monaten noch niemand rechnen konnte: Durch den Covid-bedingten Shutdown in Österreich, aber auch den anderen Ländern, kommt es für die Casino-Industrie zu einem massiven Umsatzeinbruch. Ein Einbruch in einer Höhe, die unmöglich bis Jahresende wieder eingespielt werden kann. Die wirklichen Auswirkungen werden wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werden, erste Signale gaben die Casinos Austria mit der Reduktion der Pensionszahlungen, wie wir bereits berichteten.

Reduzierte Einkommen könnten weiterhin zum Problem werden

Durch die reduzierten Einkommen der privaten Haushalte, die vielen Arbeitslosen im Land und Mitarbeiter die sich nach wie vor in Kurzarbeit befinden, könnte trotz der bereits in Aussicht stehenden Wiederöffnungen der Glücksspiellokale ein Teil des Umsatzes fehlen. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Situation in den nächsten Monaten entwickeln wird.

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