Die Casinos in Griechenland stecken aufgrund der Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten. Das Wirtschaftsmagazin Euro2day berichtete darüber diesen Donnerstag. Mit einem offenen Brief an die Politik fordern die Glücksspiel-Vertreter nun finanzielle Hilfen für ihre Unternehmen. In Form einer gewünschten Steuerreduzierung. Die griechischen Casinos fordern durch ihre Interessensvertretung in einem Schreiben, adressiert an die griechische Politik, Hilfsmaßnahmen für ihre Glücksspielbetriebe.

Sinkende Umsätze

Bereits vor der Corona-Krise gab es Probleme mit sinkenden Umsätzen. Viele Casinos sind vom Tourismus abhängig, das erhoffte Geschäft verlief aber schlechter als erwartet. Die Touristenzahlen stiegen zwar, dennoch erlitten die Spielbanken in Griechenland ein Minus von 25%. Der Grund dafür: Die Einführung des Anti-Raucher-Gesetzes. Die Branche kämpft in ganz Europa mit den Auswirkungen von Corona. Darüber haben wir bereits berichtet.

Casino-Betreiber fordern Erleichterung bei Lizenzen

Neben der gewünschten Steuerreduktion wird auch die Forderung nach dem einfacheren Zugang zu Glücksspiellizenzen laut. Die neuen Casino-Lizenzen (EKAZ) wurden von vielen Betreibern schon beantragt, aber noch nicht an diese ausgestellt. Die Betreiber kritisieren, dass aufgrund der derzeitigen Situation nicht alle erforderlichen Unterlagen übermittelt werden können. Auch gibt es teilweise Schwierigkeiten, überhaupt die neuen Anforderungen der Lizenzen zu erfüllen.

Griechische Casinos: Unsere Meinung

Es liegt in der Natur von Interessensvertretungen der Glücksspiel-Industrie, Forderungen zu stellen. Im Falle einer Steuerreduktion müsse ganz genau geprüft werden, wielange sie gewährt wird. Es ist gut möglich, dass die in Griechenland ansäßigen Glücksspielbetriebe innerhalb kurzer Zeit wieder auf ein zufriedenstellendes Einspielergebnis kommen. Die Casinos in Griechenland werden nach der Rücknahme der Lockdown-Maßnahmen auch wieder entsprechende Umsätze generieren.

Hilfsmaßnahmen nur mit Bedingungen

Eine langfristige oder dauerhafte Reduktion der Steuern, mit gleichzeitigem Erleichtern der Lizenzauflagen, darf nicht das Ergebnis von Corona sein. Immerhin ist das Casino-Business ein gutes Geschäft. Aufgrund der Steuereinnahmen auch für den Staat. Gerade der griechische Staat benötigt mit seiner eigenen finanziellen Lage auch diese Steuereinnahmen. In schlechten Zeiten sollte geholfen werden. Sobald sich die Umstände aber wieder normalisieren, sollten die Korrekturen wieder rückgängig gemacht werden.

Griechische Casinos sind mit diesem Problem nicht alleine. Die Auswirkungen von Corona ziehen sich quer durch Europa und der ganzen Welt.

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