Die ehemaligen Mitarbeiter der Casinos Austria AG sind in Aufruhr. Grund dafür: Per Post wurden sie über die vom Betriebsrat beschlossene Kürzung ihrer Zusatzpension informiert. Ganze 30 Prozent weniger sollen diese ab Juli 2020 betragen.

Corona, fehlende Trinkgelder

Der Titel des Schreiben, welches an die ehemaligen Mitarbeiter und Anwartschaftsberechtigte der CASAG übermittelt worden waren, tragen den Titel „Notwendige Anpassung der Pensionssysteme„. Der Kapitalmarkt sei ein Grund für die notwendige Änderung, die den ehemaligen Mitarbeitern immerhin 30 Prozent ihrer bisher bezogenen Zusatzpension kostet.

Auch führen die Casinos Austria in ihrer Erklärung an, zu finden im Begleitschreiben, dass auch die Corona-Krise ihren Beitrag dazu leistet, welche diese Änderung unumgänglich macht.

Durch die verordnete Schließung aller Casinos Austria Standorte fehle es außerdem an den Trinkgeldern der Casinos, die einen maßgeblichen Beitrag zum Pensionssystem des Unternehmens geliefert haben, so die Casinos Austria.

Das Schreiben der Casinos

Luxus-Pensionen bleiben bestehen

Unmut unter den ehemaligen Mitarbeitern wird wohl auch aufgrund der unveränderten Luxus-Pensionen der (ehemaligen) Vorstände herrschen. Diese sollen nämlich nicht verändert werden. Begründung für das weitere Bestehen der Luxus-Pensionen: Eine getrennte Vereinbarung und Regelung verhindere dies. Dabei geht es hier um große Summen, teils über eine halbe Million Euro. Wir haben dazu die Casinos Austria um Stellungnahme ersucht, erhielten leider keine Antwort.

Nächste Prüfung erst 2022

Die nächste Evaluierung der Pensionssituation soll „spätestens“ 2022 erfolgen. Es ist somit davon auszugehen, dass vor 2022 keine weitere Prüfung erfolgen wird, der Einschnitt der CASAG-Pensionisten bis dahin ist enorm. Interessant ist die Sache allemal, da die Casinos Austria Standorte nach der erwarteten Neuöffnung Ende Mai 2020 wieder die Einnahmen aus den Trinkgeldern erhalten – gleichzeitig aber eine frühzeitige Anpassung beziehungsweise Prüfung der Pensionsthematik laut den uns vorliegenden Informationen derzeit unwahrscheinlich scheint.

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